Geförderte Projekte 2016

Die Stiftung ZURÜCKGEBEN freut sich, ihre Stipendiatinnen für das Jahr 2016 bekannt geben zu können.

Für das Jahr 2016 erhalten fünf Stipendiatinnen eine Projektförderung in der Gesamthöhe von 20.000 Euro:

Sarah Burkhard, für ihre Dokumentation „Die Jeckes“, in der sie der Lebensgeschichte deutscher Jüdinnen und Juden aus dem Pinchas Rosen Heim nachgeht, die zur Zeit des Nationalsozialismus von Deutschland ins damalige Palästina geflohen sind.


Liora Hilb, für ihr Theaterprojekt „remembeRING“, welches bruchstückhaft die Geschichte einer Familie vor, während und nach der Schoa erzählt.


Anna Levinson, für ihren Animationsdokumentarfilm „Wer war Dr. Dr. Lustig?“, in dem die Geschichte von Walter Lustig, dem Leiter des jüdischen Krankenhauses in Berlin während des Nationalsozialismus, aufgearbeitet wird.


Sharon On, für ihr Kinder-Theaterprojekt „Prinzessin Mutig“, welches sich mit Tanz und Animationssequenzen mit dem Thema „Angst haben“ auseinandersetzt.


Elke Preusser-Franke, für die Führung und Dokumentation von Interviews mit in Dresden lebenden, jüdischen Migrant_innen aus der ehemaligen Sowjetunion, so wie für die Aufbereitung dieses Materials für eine Ausstellung und für Führungen mit Jugendlichen.
 
Wir gratulieren allen geförderten Frauen herzlich und wünschen ihnen viel Erfolg bei ihren Projekten.

Die Stiftung  ZURÜCKGEBEN ist die einzige Institution in Deutschland, die ihren Schwerpunkt in der Förderung jüdischer Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen hat. Damit leistet sie einen Beitrag zur Entwicklung einer Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland. 
Die Stiftung wurde 1994 durch eine Initiativgruppe jüdischer und nichtjüdischer Frauen ins Leben gerufen. die vermuteten, dass es sich bei ihren Erbschaften um Raubkunst handelte. Da sie trotz intensiver Recherche deren ursprüngliche BesitzerInnen nicht ausfindig machen konnten, bildete der Erlös der Verkäufe das Gründungskapital der Stiftung. Anliegen der Stiftung war und ist es, Menschen zu gewinnen, die durch Spenden und Zustiftungen einen Beitrag leisten, um die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland zu fördern.
Die Auswahl der geförderten Frauen trifft eine Jury, der jüdische Frauen aus Kultur und Wissenschaft angehören. Seit 1996 erhielten weit über hundert Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen eine Einzelförderung in Höhe von 700 bis 11.000 Euro.

Impressionen