Historischer Hintergrund

Der Ermordung der Juden in Deutschland ging ein Prozess voraus, der in einzelnen Etappen ablief und eine Eskalation der Gewalt bedeutete. Die Basis von Ausgrenzung, Entrechtung, Beraubung, Vertreibung und Ermordung war der in Deutschland herrschende Antisemitismus.

Der NS-Staat entrechtete und beraubte deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens schrittweise seit 1933 durch immer neue Abgabenzwänge bis zum Einzug des Vermögens und der Beschlagnahme allen Eigentums. Dies trug zur Sanierung der Staatsfinanzen bei. Viele profitierten direkt, fast alle indirekt. Jüdische Firmen wurden zu Schleuderpreisen "arisiert", das Eigentum der jüdischen Gemeinden mit ihren Sozialeinrichtungen für die "Volksgemeinschaft" verwendet. Wertgegenstände der Vertriebenen und Deportierten ließ der Staat über den Handel verkaufen, ihre Wohnungseinrichtungen auf Auktionen öffentlich versteigern.

Der NS-Staat nutzte die europaweite Entrechtung und Beraubung der Juden zur Kriegsführung. So diente in den okkupierten Ländern ihr Besitz u.a. zur Finanzierung der Besatzungskosten.

Diese breite Vorteilsnahme aus dem Völkermord an den Juden Europas ist heute von der Mehrheit der nichtjüdischen Deutschen vergessen.

Impressionen