Möbel für Ausgebombte

Züge und Schiffe, insbesondere aus Holland, Belgien und Frankreich, brachten Wohnungseinrichtungen von Juden, die deportiert wurden, nach Deutschland, z.B. nach Hamburg:

"Der Gesamtumfang des ‚Judenguts', das von 1942 bis 1943 allein von Holland nach Hamburg transportiert wurde, betrug 45 Schiffsladungen mit insgesamt 27.227 Tonnen an Möbeln, Einrichtungsgegenständen, Kleidung etc." Es dürften "in den Jahren 1941-45 mindestens 100 000 Bewohner Hamburgs und der ... Umgebung Gegenstände aus jüdischem Eigentum erworben haben." So die Berechungen an Hand von Auktionslisten.
(Frank Bajor, 'Arisierung' in Hamburg, 1997, S. 334 f.)

Die Ausgebombten sahen sich selbst als Opfer und wenige mögen gezögert haben, die Wohnung und Möbel der entrechteten und beraubten Juden in Besitz zu nehmen. Das Unrecht nahm Einzug in unzählige Haushalte.

Impressionen